Eine Beschreibung des darscheider Wappens finden sie unter 'Kultur'
Notruf
Kontakt
Gästebuch
Impressum
Zurück zur Startseite
Zurück zur Startseite
Zurück
Zurück
Darscheider Dorfladen




6. September 2015

Bericht im Trierischen Volksfreund



Neue Mitte verbindet alle Darscheider
Gemeinde und Weggemeinschaft schaffen Treffpunkt für Jung und Alt


(Darscheid) In Darscheid nimmt ein landesweit einmaliges Vorhaben Fahrt auf: ein neuer Treffpunkt für Jung und Alt mit Laden und Café. Das dafür geeignete Gebäude ist schon gekauft worden, finanzielle Unterstützung erhoffen sich die Kooperationspartner von Land und EU.
Seit Manfred Thönnes vor gut zwei Jahren an einer Exkursion ins hessische Nidda-Wallernhausen teilnahm, hat ihn die Idee nicht mehr losgelassen. Seinerzeit besichtigte der Ortsbürgermeister und inzwischen pensionierte Beamte der Kreisverwaltung in einer Gruppe von Kommunalpolitikern der Verbandsgemeinde Daun im Rahmen des Prozesses "WEGE - Wandel erfolgreich gestalten" dort einen Dorfladen mit Bistro, in dem Menschen mit Beeinträchtigungen arbeiten.
Zurück in Darscheid, wandte sich Thönnes umgehend an Heimleiter Rainer Dämgen von der Weggemeinschaft Vulkaneifel "Das ist klasse, und das könnte auch was für uns sein", sagte er zu Dämgen, der auch von der Idee angetan war.
Hinzu kam, dass sich ein leerstehender Bauernhof in der in Darscheid zentral gelegenen Bahnhofsstraße als geeignete Immobilie anbot.

Viel Zustimmung

Eine sehr gut besuchte Bürgerversammlung, in der es viel Zustimmung für das Projekt gab, bestärkte den Ortsbürgermeister und den Heimleiter in ihrem Vorhaben. Es wurde auf der Grundlage einer Haushaltsbefragung eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Diese sei ausgesprochen positiv ausgefallen, erklären Thönnes und Dämgen. Das rheinland-pfälzische Sozialministerium bewertete die "Neue Dorfmitte" als Inklusionsprojekt. Das bedeutet, dass bis zu 50 Prozent der Investitionskosten übernommen, aber noch weitere Gelder aus einem europäischen Förderprogramm und von Stiftungen beantragt werden. Und so sieht das Konzept aus: Auf etwa 200 Quadratmetern soll ein Laden mit Café und Leseecke eingerichtet werden. Neben regionalen Produkten (eine Handvoll Erzeuger haben bereits zugesagt) sollen Waren der Weggemeinschaft (Holz, Keramik, Textil) sowie der von Jugendlichen des örtlichen Naturerlebniszentrums (NEZ) selbst gepresste Apfelsaft und das selbst angebaute Gemüse verkauft werden. "Darüber hinaus soll auch eine Grundversorgung von Lebensmitteln zu Supermarktpreisen gewährleistet werden", betont Thönnes. "Und ein Lieferservice durch einige unserer Betreuten, die sich in Darscheid wie in ihrer Westentasche auskennen", ergänzt Dämgen.
Aus der Küche sollen die Mitarbeiter der Weggemeinschaft versorgt werden; es soll aber auch ein täglich wechselnder Mittagstisch für Darscheider Bürger angeboten werden. "Es werden Arbeitsplätze geschaffen", sagt der Ortsbürgermeister. "Und möglichst viele unserer Betreuten sollen mitwirken", sagt der Heimleiter. Der Realisierung stehe nichts mehr entgegen, wenn noch offene Finanzierungsfragen geklärt seien und der beauftragte Architekt den Plan vorgelegt habe, erklären die beiden. Dann hat sich auch eine Frage erledigt, die Thönnes und Dämgen seit Monaten zuweilen bis in den Schlaf verfolgt: "Wann geht es denn endlich los mit dem Laden?"


Meinung

Langer Atem lohnt sich

"Unbedingt dranbleiben", möchte man Manfred Thönnes und Rainer Dämgen zurufen, denn was in Darscheid auf die Beine gestellt werden soll, verdient jetzt schon Anerkennung - auch für die Beharrlichkeit. Zwar gibt es im 850-Einwohner-Dorf besondere Rahmenbedingungen, die es möglich machen, dass überhaupt über die "neue Mitte" nachgedacht werden konnte, aber die Umsetzung braucht einen langen Atem von allen Beteiligten. Der sich aber lohnt: ein Treffpunkt für Jung und Alt, für Behinderte und Nichtbehinderte, ein Angebot, von dem viele Dorfbewohner profitieren können, und es entstehen auch noch Arbeitsplätze - mehr Win-Win-Situation kann es wohl kaum geben. Weiter so!

s.sartoris@volksfreund.de

Bericht im Trierischen Volksfreund





8. Februar 2015

Sachstand

Bereits im Frühjahr 2013 gab es erste Überlegungen in Darscheid einen Dorfladen einzurichten. Von Beginn an war die Wegegemeinschaft Vulkaneifel als zukünftiger Träger des Projektes mit in die Planungen einbezogen. Als Standort konnte ein Objekt in zentraler Lage und in unmittelbarer Nachbarschaft zum Kindergarten gefunden werden.
Im März 2014 wurde die Idee und der aktuelle Sachstand in einer Bürgerversammlung etwa 80 interessierten Personen vorgestellt. Im weiteren Verlauf der Planungen wurde durch eine Unternehmensberatung aus Trier eine Machbarkeitsstudie erstellt. Grundlage hierfür war eine Befragung aller Haushalte in Darscheid.
Das Ergebnis der Studie wurde im Herbst präsentiert und bescheinigt dem Dorfladen unter den gegebenen Rahmenbedingungen eine gute Aussicht auf Erfolg.
Die Planungen wurden nach Besichtigung mehrerer anderer Dorfläden und in enger Abstimmung mit den Behörden weiter vorangetrieben, so dass nach dem jüngsten Termin im Zuge der Projektplanung alle Beteiligten, insbesondere das Ministerium für Soziales, ihre Unterstützung zugesagt haben, und der Vorstand der Wegegemeinschaft darauf hin entschieden hat mit der Realisierung des Projektes "Darscheider Dorfladen" zu beginnen.
Da der Laden neben einem zusätzlichen Arbeits- und Betreuungsangebot für die Bewohner der Weggemeinschaft auch Dorfmittelpunkt und Kommunikationszentrum mit entsprechenden Angeboten für die Dorfgemeinschaft werden soll, erscheint es sinnvoll den aktuellen Sachstand in einer erneuten Bürgerversammlung, voraussichtlich im April, allen interessierten Mitbürgerinnen und Mitbürgern vorzustellen.
Der genaue Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben.
.